"Der Stiftspark spiegelt nicht nur seine über 250 Jahre alte Geschichte wider, sondern bezeugt auch das Schaffen von Mensch und Natur. Durch das ständige Zusammenwirken von architektonischen, natürlichen und geistigen Ebenen wurde und wird der Stiftspark zu einer einzigartigen Parklandschaft."

P. Martin Rotheneder OSB

Der Stiftspark

einzigartige Parklandschaft

Übersichtsplan Stiftspark

Der Stiftspark wurde mit Unterstützung des Bundesdenkmalamtes, mit Hilfe von Franz und Edith Bodi, revitalisiert und im Jahr 2000 für Besucher geöffnet. Eine wunderschöne Gartenanlage als Ergänzung zum Gebäude Stift Melk erwartet die Gäste.

Vorbilder – und somit prägend – für die Gartenanlage des Stiftes waren die gartenästhetischen Strömungen des Barock sowie des englischen Landschaftsgartens. Sie bestimmen auch heute noch ihren Charakter. Das Erscheinungsbild des Stiftsparks wandelte sich abhängig von wirtschaftlichen Möglichkeiten und dem Zeitgeist immer wieder. Neue Ideen wurden seit der Revitalisierung in den 1990er Jahren im Stiftspark umgesetzt und in den Park integriert.

Nach Plänen von DI Dr. Alfred Benesch wurden neue Bereiche wie das "cabinet clairvoyée" im Nordwesteck des Stiftspark, das Paradiesgärtlein im Süden des Parks mit dem „Walahfrid-Strabo-Garten“ sowie dem „jardin méditerranéen“ oder auch dem "jardin oriental" im Nordosteck geschaffen. Seit der Öffnung des Stiftsparks im Jahr 2000 ist er auch Kulisse für Installationen und Skulpturen zeitgenössischer Künstler geworden. Mit dem Ausbau der Nordbastei entstand ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Gebäude Stift Melk und dem Stiftspark. Die Aussichtsterrasse öffnet einen schönen Blick auf den Stiftspark.

Der barocke Pavillon mit exotischen Fresken von Johann W. Bergl, der Jardin oriental mit Blick ins Donautal, ein meditativ gestalteter Benediktusweg, das historische Wasserbecken mit der "neuen Welt" umgeben von 270 Jahre alten Linden, der Walahfrid Strabo Garten und noch weitere Akzente laden zu einem Parkrundgang ein.

Besucher*innen-Informationen für den Stiftspark

Der Stiftspark ist 2024 von 23. März bis 31. Oktober täglich zwischen 9 und 18.00 Uhr (letzter Ausgang, im März bis 17.00 Uhr) geöffnet. 
Der Eintritt ist in der Eintrittskarte zur Stiftsbesichtigung inkludiert. 
Für Garteninteressierte gibt es Tickets für den Stiftsparkbesuch exklusive Stiftsbesichtigung.

Erwachsene € 5,50
Schüler/Studenten € 4,00
Kinder € 1,50


Führung im Stiftspark
Juli | August: Samstag und Sonntag 15.30 Uhr

Dauer ca. 70 Minuten | Aufpreis € 5,00/Person

Die Führung durch die Gartenanlage führt zu einzigartigen Plätzen wie dem barocken Wasserbecken, dem Paradiesgarten oder dem barocken Gartenpavillon mit seinen exotischen Bergl-Fresken.

 

Übersichtsplan Stiftspark

Stiftspark Besucherordnung

Der Stiftspark ist historisches Gelände aus der Barockzeit. Die unterschiedlichen Niveaus sind nicht gesichert, ebenso wie das barocke Wasserbecken. Wir bitten Sie daher, auf den Wegen zu bleiben und Vorsicht walten zu lassen, um Ihre Sicherheit und den Erhalt des Parks zu gewährleisten.

  • Bei Wind, Sturm und Gewitter verlassen Sie bitte sofort den Parkbereich.
  • Das Abreißen oder Ausgraben von Pflanzen ist verboten.
  • Hunde dürfen in die Parkanlage nicht mitgenommen werden, ausgenommen Assistenzhunde.
  • Filmen und Fotografieren für private Zwecke ist erlaubt. Für gewerbliche Aufnahmen sowie Hochzeits- oder Verlobungsbilder ist mindestens 7 Tage vorher eine Genehmigung einzuholen. foto(at)stiftmelk.at
  • Den Weisungen der Parkaufsichten ist Folge zu leisten.
  • Die Parkaufsichten sind berechtigt, Personen, die sich nicht an die Besucherordnung halten, aus dem Park zu verweisen.
  • Die Eintrittskarte ist aufzubewahren und bei Aufforderung vorzuzeigen, sie verliert nach dem Verlassen des Parks ihre Gültigkeit.
  • Die Stift Melk Card ist nur in Verbindung mit einem Lichtbildausweis gültig und bei jedem Besuch vorzuweisen.
  • Die Parkanlage ist pünktlich zu den Schließzeiten zu verlassen.
  • Helfen Sie die Parkanlage sauber zu halten, benützen Sie die bereitgestellten Abfalleimer.
  • Öffnungszeiten können je nach Witterung variieren.
  • Aufgrund von Veranstaltungen können Teilbereiche gesperrt werden.
  • Das Verlassen der Wege und das Betreten der Grünanlagen ist verboten (Ausnahme Feuerstelle).
  • Abgesperrte Bereiche dürfen nicht betreten werden.
  • Eltern haften für ihre Kinder.
  • Zutritt für Kinder unter 16 Jahren nur in Begleitung mit Erwachsenen.
  • Das Stift Melk kann für Schäden, die aus der Nichtbeachtung dieser Sicherheitsvorkehrungen resultieren, nicht verantwortlich gemacht werden. Betreten erfolgt auf eigene Gefahr.

Der Stiftspark in Melk

Interessantes & Bereiche

"Der Stiftspark ist ein wichtiger Zeuge der Gartenkunst und der Kulturgeschichte Österreichs. Er ist eine wichtige Ergänzung zum Gebäude Stift Melk. Das Gebäude Stift Melk und der Stiftspark ergeben ein unverwechselbares Gesamtensemble und sind als Einheit zu betrachten." Pater Martin Rotheneder

Da bei einem verheerenden Großbrand im 13. Jahrhundert in der Stiftsbibliothek fast alle alten Handschriften vernichtet wurden, kann man nur erahnen, wie die damalige Klosteranlage aufgebaut war. Gemäß der Regel des heiligen Benedikt, soll ein Kloster so angelegt werden, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle und Garten, innerhalb des Klosters befindet.

Aufgrund des Regeltextes des hl. Benedikt und des St. Gallener Klosterplans, welcher den Idealfall einer Klosteranlage zeigt (9. Jahrhundert), ist daher anzunehmen, dass sich rund um den Gebäudekomplex im unwegsamen Gelände kleine Einheiten für Gemüse-, Wein- und Obstanbau befunden haben.

Am Areal des ehemaligen Wein- und Obstgartens wurde im 18. Jahrhundert nach dem damals vorherrschenden barocken paradiesischen Gartengedanken und angepasst an die topografischen Gegebenheiten des Geländes der barocke Garten umgesetzt. Seine heutige Einzigartigkeit und Identität erhielt der Stiftpark in den letzten Jahrhunderten durch immer wechselnde Ansichten zur Gartenkunst. Auch wirtschaftlich schlechte Zeiten, in denen Gartenpflege nicht finanzierbar war und die Natur den Park wieder zurückeroberte und überwucherte, trugen dazu bei. Mit der Parkrevitalisierung, die etwa 15 Jahre dauerte, hat man alte, zum Teil barocke Strukturen und Strukturen eines englischen Landschaftsparks wieder sichtbar gemacht.

"In der Barockzeit war die Harmonie zwischen Außen und Innen sehr wichtig. Experten haben darauf aufmerksam gemacht, dass das Parkareal von höchster Qualität sei. Der Stiftspark Melk gilt als adäquate Ergänzung zum weltberühmten Gebäude des Stiftes Melk. Es gibt faszinierende Entsprechungen zwischen Gebäude und Park."
Pater Martin Rotheneder

Im Zuge der Parksanierung ist das Gesamtkonzept dahinter immer klarer geworden. Es gibt faszinierende Entsprechungen zwischen Gebäude und Park: 
Wenn man das Gebäude auf die Parkanlage spiegelt (mit den zwei 1000 Jahre alten Babenbergertürmen als Spiegelachse), treffen einander die Laterne der Stiftskuppel und das barocke Wasserreservoir im Park an einem Punkt. 

Die Laterne gilt als dritte Ebene der Stiftskirche. In ihr ist im Fresko der Heilige Geist (die dritte göttliche Person) in der Gestalt der Taube zu sehen:
Ohne Geist kein Leben! 

Auch der Stiftspark ist in drei Etagen angelegt. In der dritten Etage ist das mit 250 Jahre alten Linden umgebene barocke Wasserbecken:
Ohne Wasser kein Leben! 

Hier schließt sich der grandiose Bogen der Gesamtidee: Geist und Natur, Intellekt und Emotion: der „ganze“ Mensch wird angesprochen.

"Blickfang in der ersten Ebene des Stiftsparks ist der barocke Gartenpavillon. Abt Thomas Pauer ließ den barocken Pavillon von Franz Munggenast nach Fertigstellung des Stiftsgebäudes zwischen 1747 bis 1748 erbauen. Der Gartenpavillon war für die Rekreation der Patres nach den strengen Fastenzeiten gedacht. Ein Ort, der die Sinne anspricht, wurde geschaffen. Im Pavillon kann man die unglaubliche Lust nach exotischen Dingen spüren, die typisch für die Zeit des Barock ist. Man hat sich die neu entdeckte, exotische Welt hereingeholt und abgebildet." Pater Martin Rotheneder

 

Exotische Fresken von Johann Wenzel Bergl

Fantasievoll schuf Johann W. Bergl einen exotischen Ort zum Verweilen, mit exotischen Tieren, schlingendem Dschungel und Indianern. Entsprechend der Bestimmung des Pavillons ist das Thema der Fresken über den Fenstern bzw. Türen im großen Saal des Pavillons die Sinneswelt. Das Deckenfresko hat im Zentrum die Sonne und darunter die vier Jahreszeiten. An den Rändern des Deckenfreskos sind die vier - damals bekannten - Kontinente dargestellt.

Virtueller Rundgang im Gartenpavillon.

In den beiden Nebenräumen ist eine Fülle von exotischen Pflanzen, Tieren und Früchten zu sehen. Darstellungen im Deckenfresko wie etwa Fortuna, die ihr Füllhorn ausschüttet, Karten spielende Engel, Engel mit Billard-Queues legen nahe, dass dieser Raum als Spielsalon genutzt wurde.

Vor dem Pavillon sind verschiedenste Rosen gepflanzt worden, die mit ihren rosaroten Blüten die Schönheit des Gartenpavillons unterstreichen.


Kultur im barocken Gartenpavillon

Der Hauptsaal des barocken Gartenpavillons wird in den Sommermonaten auch immer wieder zur Bühne für Konzerte, wie zum Beispiel bei den Internationalen Barocktagen oder den Sommerkonzerten im August. 

 

"Eine große Bereicherung für den Stiftspark war die Schaffung eines Paradiesgärtleins. Dieses ist in den letzten Jahren zum Herz der Parkanlage geworden." Pater Martin Rotheneder

Das "Paradiesgärtlein" im Südost-Eck des Melker Stiftsparks wurde bei der Revitalisierung des gesamten Parks im Jahr 2000 gestaltet. Es ist ein exotischer, mediterraner Gartenraum, der in Erinnerung an die ehemalige Orangerienutzung angelegt und mit Elementen eines symbolischen Paradiesgartens ausgestattet wurde.

Über einen tunnelförmigen Laubengang gelangt man zum "Platz im Paradies", einem kommunikativen Platz im Paradies, der einen Weg bis zur unteren Ebene - dem Jardin Méditerranéen - fortführt oder einen Weg zum Walahfrid Strabo Garten öffnet.

Der „Jardin méditerranéen“ präsentiert sich in moderner Architektur. Dieser Gartenbereich nimmt Bezug zur baulichen Stiftsanlage. Ein Stahlband, das mit einer lateinischen Inschrift gekennzeichnet ist, weist auf die zentrale Achse hin, die den Kolomanialtar in der Stiftskirche mit der neu gepflanzten Palme im “Jardin méditerranéen” verbindet. Die Inschrift über dem Kolomanialtar “Der Gerechte möge gedeihen wie eine Palme” setzt sich im „Jardin meditérranéen“ mit der Inschrift “Gott möge dich in ewiger Tugend grünen und die Palme unverwelklichen Lebens gewinnen lassen” fort.

Blühend - duftend - heilend | Walahfrid Strabo-Garten

Im oberen Gartenbereich befindet sich der "Walahfrid Strabo Garten", in dem zu jeder Jahreszeit etwas Blühendes, Duftendes und Heilendes wächst. Dieses eigentliche Paradiesgärtlein ist nach Vorgaben aus dem Lehrgedicht „De cultura hortorum“ des Benediktinerabtes Walahfrid Strabo (Abt auf der Insel Reichenau im 9.Jahrhundert) bepflanzt und mit zu den Hauptpflanzen passenden Pflanzen ergänzt worden.

"Ein Garten
Ein Augenblick
EIN WINDHAUCH
EIN TRAUM
EINE SEHNSUCHT
EIN WUNSCH
EIN ZUSTAND
EINE ERKENNTNIS
EIN LACHEN
EIN SEIN"
Hans Hoffer


Das Areal rund um den Holzpavillon wurde 2014, wenn auch nur sehr zitathaft, nach asiatischen Vorbildern neu gestaltet.

Der Holzpavillon (eine Arbeit für eine Abschlussprüfung der TU Wien), wurde ursprünglich nur mit Steckverbindungen errichtet. Um ihn auch gegenüber Windböen stabiler zu machen, ist er nachträglich verschraubt worden.

"Auf diese Weise betrachte ich Gott in seinen Werken. Je mehr ich mich anstrenge, sein unendliches Wesen zu durchschauen, desto weniger begreife ich es." Jean Jacques Rousseau

Hohe Hainbuchenhecken, die auf Durchgangsbögen gezogen wurden, bilden kleine Gartenräume, von wo aus man einen fantastischen Blick in die Weite des Donautales genießen kann. Zwei große, drehbare Spiegelprismen bilden den Alleeabschluss nach Westen hin und holen spielerisch Landschaft und Licht in die Heckenräume. Diese Spiegel und Glassteine am Boden fangen hier die letzten Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne von Westen ein und reflektieren sie. 
Der Spruch auf der Eisenplatte am Boden beim „cabinet clairvoyée“ stammt von Jean Jacques Rousseau - „Auf diese Weise betrachte ich Gott in seinen Werken. Je mehr ich mich anstrenge, sein unendliches Wesen zu durchschauen, desto weniger begreife ich es.“- ein Zitat eines Dichters aus der Zeit der Aufklärung aus dem Jahr 1762. Zu dieser Zeit wurde der Pavillon gebaut bzw. mit Fresken ausgestattet.

"Sanfte Inszenierungen eingebettet in den historischen Stiftpark zeugen von verbindender Harmonie zwischen Natur und Kunst." Pater Martin Rotheneder

Seit der Öffnung des Stiftsparks im Jahr 2000 ist er auch Kulisse für Installationen und Skulpturen zeitgenössischer Künstler geworden.

Sprechende Steine
In der zweiten Etage des Parks befinden sich die "sprechenden Steine" (Inszenierung von Hans Hoffer); sie erzählen die sieben Tage der Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis.

Gor Chahal
Der Titel der Installation "Hinter dem Horizont" bezieht sich auf die in der Renaissance zur Perfektion entwickelte perspektivische Darstellung in der Malerei, die die räumlichen Beziehungen der Gegenstände in der physisch greifbaren Welt anhand von deskriptiver Geometrie sichtbar macht.

Laurus Edelbacher
"Der Vater der Sohn und die Geist" eine Skulptur aus Wachauer Marmor.
sponsored by Wiener Städtische Versicherungsverein
Bei dieser Skulptur aus dem Jahre 2014 handelt es sich um ein Auftragskunstwerk an den jungen Künstler Laurus Edelbacher. Thema dieser Arbeit sollten sowohl Symmetrie als auch die Zahl drei sein. Die Skulptur trägt den Namen „Der Vater, der Sohn und die Geist.“ Denn Geist ist im Unterschied zu unserer Kultur im Hebräischen ein weibliches Wort. Die Geist ist das lebenserhaltende, das lebensspendende Element. Und weil es die Frau ist, die neues Leben zur Welt bringt, ist die Geist auch weiblich. Ohne Geist kein Leben

Miguel Horn
Aus Eisen geschaffene Figuren von Miguel Horn sind entlang von Wegen in der zweiten Gartenetage zu finden. Seine "Feuerteufel" befinden sich bei der Feuerstelle. Die Skulpturen wurden von der Sonderausstellung "Fantasien aus Eisen" (2002 im Stiftsareal) übernommen.

Ingrid Kralovec
"Die Raben" von Ingrid Kralovec säumen die östliche Buchenhecke in der ersten Gartenetage. Durch die Lektüre des Buches "Der Weg des Raben" von Altabt Burkhard Ellegast kam sie auf die Idee, eine größere Serie von Raben zu schaffen.

Christian Philipp Müller
Die „Neue Welt“ – von Christian Philipp Müller, einem Objektkünstler aus der Schweiz,  wurde aus Anlass des Mozartjahres 2006 in Zusammenarbeit mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich geschaffen. Der Gedanke dahinter ist, dass hier Pflanzen wachsen, die in der Zeit Mozarts neu aus Amerika zu uns gekommen sind, während seine Musik bis nach Amerika gedrungen ist: Mais, Paradeiser, Tabak, Sonnenblumen, Kartoffel etc...
sponsored by EVN

Josef Friedrich Sochurek
"Pleiades" - die sieben Holzkreuze

"Öffnen wir unsere Augen dem göttlichen Licht, und hören wir mit aufgeschrecktem Ohr, wozu uns die Stimme Gottes täglich mahnt und aufruft." RB Prolog 9

In einer sanften optischen und akustischen Inszenierung eines „Benediktus-Weges“ erfährt man wichtige Lebensweisheiten und Glaubenshaltungen aus der Mönchsregel des heiligen Benedikt.

Viele Menschen wissen sich mit einem Kloster nichts anzufangen. Andere wieder denken, wenn sie das Wort Kloster hören, dass dort Menschen leben, die nur beten, allen weltlichen und lustvollen Dingen entsagen und sich einsperren. Wieder andere haben Idealvorstellungen. Sie glauben, dass im Kloster nur gute Menschen leben, die ein Herz und eine Seele sind.

Weltweit leben in Klöstern etwa 17.000 Benediktinerinnen und etwa 9.000 Benediktiner, die nach der Regel des hl. Benedikt leben, die er im 6. Jahrhundert in Monte Cassino verfasst hat. Im Stift Melk leben in ununterbrochener Tradition Benediktiner seit dem Jahr 1089.

Der Benediktus-Weg zeigt verschiedene typisch benediktinische Weichenstellungen auf. Hinter den Gedanken steht ein jahrzehntelanges eigenes Bemühen des Autors des Benediktus-Weges, Altabt Dr. Burkhard Ellegast, nach der Regel Benedikts zu leben. Dazu kommen Gedanken aus dem Buch „Worauf warten wir?“ vom ehemaligen Abt-Primas Notger Wolf.

Der Benediktus-Weg möchte Mut machen, bewusst Grenzen zu sehen, Ordnungen zu beachten und doch ständig zu lernen, unterwegs zu bleiben. Auf diese Weise werden Möglichkeiten aufgezeigt, den eigenen Weg in der je eigenen Situation zu gehen.

Der Benediktus-Weg befindet sich im nördlichen Teil des Stiftsparks Melk östlich des Gartenpavillons. Auf 12 Pulten sind Gedanken zur Benediktusregel und Zitate daraus zu lesen. An einer Stelle ist auch Musik zu hören (Benediktuslied).

 

BUCHTIPP: Der BENEDIKTUSWEG im Melker Stiftpark | VIA BENEDICTI MELLICENSIS
Abt em. Dr. Burkhard Ellegast OSB

€ 6,90

erhältlich im Stiftsshop oder zu bestellen unter shop(at)stiftmelk.at