Stift Melk - UNESCO-Welterbe
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Stiftsgeschichte

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"Das Schöne an Melk ist, dass das Stift nicht nur ein Museum, nicht nur eine Schule, nicht nur ein kunsthistorisch interessantes Gebäude ist, sondern dass sich auf allen Gängen und in allen Räumen Leben regt, es bewegt sich etwas. Bewegung ist notwendige Bedingung für Leben." Pater Martin Rotheneder

Ziemlich genau in der Mitte zwischen Wien und Linz liegt an der Donau weithin sichtbar auf einem Granitfelsen gleichsam wie eine Festung ein faszinierender  Barockbau, das Stift Melk. Weithin sind die Kuppel der Stiftskirche und die zwei mit Gold verzierten Türme, die wie zum Himmel emporgehobene Hände wirken, zu sehen. Damit deklariert sich das Prachtgebäude schon von weitem als Sakralbau und will sich damit von einem weltlichen Palast unterschieden wissen.
Das Stift Melk ist einer der eindrucksvollsten einheitlichen Barockbauten nördlich der Alpen und gleichzeitig Schwerpunkt der Gründungsgeschichte Österreichs.

Zur wichtigsten Verpflichtung des Melker Klosters gehört von Anfang an die Liturgie, der Gottesdienst, das Stundengebet. „Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden“, so sagt der heilige Benedikt in seiner Regel für die Mönche. Dieser Satz könnte auch als Bauplan für die Melker Stiftskirche verstanden werden. Alle Räume sind schön, aber der „schönste“, prächtigste Raum, in dem alles aufgeboten wird, ist die Kirche. Damit ist der Stellenwert des Gotteshauses und des Gottesdienstes unübersehbar bis in unsere Tage festgelegt.

Neben dem Gottesdienst haben die Mönche immer schon auch ihr Wirken in Seelsorge und Unterricht gefunden. Aus den ursprünglich fünf Gründungspfarren sind es heute 23 inkorporierte Pfarren geworden, die von den Melker Benediktinern zu betreuen sind.

Auch die Klosterschule, die erstmals 1160 erwähnt wird, besteht bis heute, hat derzeit 940 Schülerinnen und Schüler und ist nun die größte katholische Privatschule Österreichs. Das Gymnasium wird in einem humanistischen und einem neusprachlichen Zweig und weiters als Oberstufenrealgymnasium mit einem naturwissenschaftlichen und einem musischen Zweig geführt.

Durch die Stiftskirche, die Mönchsgemeinschaft, das Stiftsmuseum, die Schule, den Stiftspark, das kunsthistorisch interessante Gebäude, die Touristen wird Stift Melk zu einem lebendigen Ort – es bewegt sich etwas. Bewegung ist notwendige Bedingung für Leben. Der heilige Benedikt drückt das in seiner Regel so aus:

„Ut in omnibus glorificetur Deus“ - Damit in allem Gott verherrlicht werde.