Stift Melk - UNESCO-Welterbe
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Historisches zum Stiftspark

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"Der Stiftspark ist ein wichtiger Zeuge der Gartenkunst und der Kulturgeschichte Österreichs. Er ist eine wichtige Ergänzung zum Gebäude Stift Melk. Das Gebäude Stift Melk und der Stiftspark ergeben ein unverwechselbares Gesamtensemble und sind als Einheit zu betrachten." Pater Martin Rotheneder

Da bei einem verheerenden Großbrand im 13. Jahrhundert in der Stiftsbibliothek fast alle alten Handschriften vernichtet wurden, kann man nur erahnen, wie die damalige Klosteranlage aufgebaut war. Gemäß der Regel des heiligen Benedikt, soll ein Kloster so angelegt werden, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle und Garten, innerhalb des Klosters befindet.

Aufgrund des Regeltextes des hl. Benedikt und des St. Gallener Klosterplans, welcher den Idealfall einer Klosteranlage zeigt (9. Jahrhundert), ist daher anzunehmen, dass sich rund um den Gebäudekomplex im unwegsamen Gelände kleine Einheiten für Gemüse-, Wein- und Obstanbau befunden haben.

Am Areal des ehemaligen Wein- und Obstgartens wurde im 18. Jahrhundert nach dem damals vorherrschenden barocken paradiesischen Gartengedanken und angepasst an die topografischen Gegebenheiten des Geländes der barocke Garten umgesetzt. Seine heutige Einzigartigkeit und Identität erhielt der Stiftpark in den letzten Jahrhunderten durch immer wechselnde Ansichten zur Gartenkunst. Auch wirtschaftlich schlechte Zeiten, in denen Gartenpflege nicht finanzierbar war und die Natur den Park wieder zurückeroberte und überwucherte, trugen dazu bei. Mit der Parkrevitalisierung, die etwa 15 Jahre dauerte, hat man alte, zum Teil barocke, Strukturen wieder sichtbar gemacht.