Stift Melk - UNESCO-Welterbe
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COMMUNIO BENEDICTINA MELLICENSIS

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"Gürten wir uns also mit Glauben und Treue im Guten, und gehen wir unter der Führung des Evangeliums seine Wege, damit wir ihn schauen dürfen, der uns in sein Reich gerufen hat." RB Prolog 21

Unser Haus hat eine über 900 Jahre lang währende Tradition: Diese bedeutet Last, bringt aber auch eine große Chance, auf die man aufbauen kann.
Wir wollen bewusst als gläubige Gemeinschaft in die Zukunft unterwegs sein, bereit für das Wehen des Geistes, für ein ständiges Überdenken des eigenen Weges: im Gespräch miteinander, in der Auseinandersetzung mit dem, was rund um uns geschieht. Im wachen Hören auf das, was die Schrift uns sagt, wollen wir erkennen, was Gott von uns will. Früher war die Parole: „Das Kloster denkt in Jahrhunderten“. Wir aber wollen bereit sein das zu tun, was Gott heute von uns verlangt.
Wir wollen offen sein für alle Menschen die zu uns kommen, und wollen uns fragen, ob Gott sie uns nicht deshalb schickt, damit wir unsere eigenen Positionen überprüfen können. Wir wollen sehen und hören, was andere Menschen an Gutem sehen und tun. Das geschieht in der Schule, in unseren Pfarren, in den Bereichen  unserer Arbeiter und Angestellten, selbst bei den Touristen, die Melk zunächst nur besichtigen wollen.
Wir wollen versuchen, das, was uns geschenkt wird, und das, was wir in unseren Betrieben erwirtschaften können, einzusetzen zur Erfüllung unserer Aufgaben: Schule, Pfarren, Erhaltung des Hauses. Darüber hinaus wollen wir uns aber nicht der Not verschließen, die es allenthalben gibt.
Wir fühlen uns als Glieder der Kirche, sehen aber unseren Platz auch darin Alternativen zu leben, sodass die Institution nicht Hemmnis für den Geist Gottes wird: Wir wollen nicht stehen bleiben, nicht auf der Stelle treten, sondern unterwegs sein zur Freiheit der Kinder Gottes.

Abt em. Dr. Burkhard Ellegast OSB
Stift Melk, im Jänner 2009