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Regel des heiligen Benedikt

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Regel des heiligen Benedikt

"Wenn du also zum himmlischen Vaterland eilst, wer immer du bist, nimm diese einfache Regel als Anfang und erfülle sie mit der Hilfe Christi." RB 73,8

Benedikt gibt in seiner Regel nicht starre Gesetze, sondern eher Leitlinien, die eine bestimmte Richtung anzeigen. Er kannte die menschliche Natur sehr gut und wusste, dass jeder Mensch anders, dass keiner vollkommen ist. Wenn peinlich genaue Vorschriften perfekte Zustände bringen sollten, würde eine Gemeinschaft völlig überfordert sein. Die Regel berücksichtigt deshalb schon selbst unterschiedliche Situationen, menschliche Schwächen und die Eigenarten der einzelnen Brüder. Darüber hinaus hat der Abt nach der Regel die Aufgabe so anzuordnen, dass alle alles schaffen können. Benedikt möchte mit seiner Regel einfach den Anfang eines klösterlichen, christlichen Lebens aufzeigen. Die Regel Benedikts ist ein Zeugnis der Liebe zu den Menschen, der Nachsicht mit ihren Schwächen und der Beachtung der individuellen Unterschiede der Einzelnen. Richtlinien, wie sie die Regel gibt, sind für uns immer wieder nötig und sind Voraussetzung für Freiheit und individuelle Entfaltung.

Die Regel Benedikts ist so geschrieben, dass sie verschiedene Möglichkeiten zulässt, wie die klösterliche Gemeinschaft lebt. Von einer völlig zurückgezogenen, beschaulichen Lebensweise bis zu Klöstern, die weitgehend aktiv wirken, gibt es die unterschiedlichsten Verwirklichungen der Konzeption Benedikts. Und so gibt es keine zwei Klöster nach der Regel Benedikts, deren Lebensweise ident ist.

Abt em. Dr. Burkhard Ellegast OSB

 

Prolog
Gemeinschaft unter Regel und Abt
1. Die Arten der Mönche
2. Der Abt
3. Die Einberufung der Brüder zum Rat
Die geistliche Kunst
4. Die Werkzeuge der geistlichen Kunst
5. Der Gehorsam
6. Die Schweigsamkeit
7. Die Demut
Das gemeinsame Gebet
8. Der Gottesdienst in der Nacht
9. Die Ordnung der Vigilien im Winter
10. Die Ordnung der Vigilien im Sommer
11. Die Ordnung der Vigilien am Sonntag
12. Die Laudes am Sonntag
13. Die Laudes an den Werktagen
14. Die Vigilien an den Festtagen
15. Die Zeiten für das Halleluja
16. Der Gottesdienst am Tage
17. Die Psalmen im Gottesdienst am Tag
18. Die Ordnung der Psalmen
19. Die Haltung beim Gottesdienst
20. Die Ehrfurcht beim Gebet
Zur Organisation des Klosters
21. Die Dekane des Klosters
22. Die Nachtruhe der Mönche
Verfehlungen und Strafen
23. Das Vorgehen bei Verfehlungen
24. Die Ausschließung bei leichten Verfehlungen
25. Die Ausschließung bei schweren Verfehlungen
26. Unerlaubter Umgang mit Ausgeschlossenen
27. Die Sorge des Abtes für die Ausgeschlossenen
28. Die Unverbesserlichen
29. Die Wiederaufnahme von Brüdern
30. Die Strafe bei Mangel an Einsicht
31. Der Cellerar des Klosters
32. Werkzeug und Gerät des Klosters
33. Eigenbesitz des Mönches
34. Die Zuteilung des Notwendigen
Die tägliche Versorgung
35. Der wöchentliche Dienst in der Küche
36. Die kranken Brüder
37. Alte und Kinder
38. Der wöchentliche Dienst des Tischlesers
39. Das Maß der Speise
40. Das Maß des Getränks
41. Die Mahlzeiten
Der Tagesablauf
42. Das Schweigen nach der Komplet
Fehler und Bußen
43. Die Bußen für Unpünktlichkeit
44. Die Bußen der Ausgeschlossenen
45. Die Bußen für Fehler im Oratorium
46. Die Bußen für andere Verfehlungen
47. Das Zeichen zum Gottesdienst
48. Die Ordnung für Handarbeit und Lesung
49. Die Fastenzeit
50. Gebetszeiten außerhalb des Klosters
51. Mahlzeiten außerhalb des Klosters
52. Das Oratorium des Klosters
Beziehungen des Klosters nach außen
53. Die Aufnahme der Gäste
54. Die Annahme von Briefen und Geschenken
55. Kleidung und Schuhe der Brüder
56. Der Tisch des Abtes
57. Mönche als Handwerker
Aufnahme-Ordnung
58. Die Ordnung bei der Aufnahme von Brüdern
59. Die Aufnahme von Kindern
60. Die Aufnahme von Priestern
61. Die Aufnahme fremder Mönche
Dienst-Ordnung
62. Die Priester des Klosters
63. Die Rangordnung in der Gemeinschaft
64. Einsetzung und Dienst des Abtes
65. Der Prior des Klosters
66. Die Pförtner des Klosters
Gemeinschaft in der Liebe
67. Brüder auf Reisen
68. Überforderung durch einen Auftrag
69. Eigenmächtige Verteidigung eines Bruders
70. Eigenmächtige Bestrafung eines Bruders
71. Der gegenseitige Gehorsam
72. Der gute Eifer der Mönche
73. Die Regel als Anfang unseres Weges zur vollen Gerechtigkeit