Stift Melk - UNESCO-Welterbe

barocker Gartenpavillon

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"Blickfang in der ersten Ebene des Stiftsparks ist der barocke Gartenpavillon. Abt Thomas Pauer ließ den barocken Pavillon von Franz Munggenast nach Fertigstellung des Stiftsgebäudes zwischen 1747 bis 1748 erbauen. Der Gartenpavillon war für die Rekreation der Patres nach den strengen Fastenzeiten gedacht. Ein Ort, der die Sinne anspricht, wurde geschaffen. Im Pavillon kann man die unglaubliche Lust nach exotischen Dingen spüren, die typisch für die Zeit des Barock ist. Man hat sich die neu entdeckte, exotische Welt hereingeholt und abgebildet." Pater Martin Rotheneder

Fantasievoll schuf Johann W. Bergl einen exotischen Ort zum Verweilen, mit exotischen Tieren, schlingendem Dschungel und Indianern. Entsprechend der Bestimmung des Pavillons ist das Thema der Fresken über den Fenstern bzw. Türen im großen Saal des Pavillons die Sinneswelt. Das Deckenfresko hat im Zentrum die Sonne und darunter die vier Jahreszeiten. An den Rändern des Deckenfreskos sind die vier - damals bekannten - Kontinente dargestellt. Zur Beschreibung ...

In den beiden Nebenräumen ist eine Fülle von exotischen Pflanzen, Tieren und Früchten zu sehen. Darstellungen im Deckenfresko wie etwa Fortuna, die ihr Füllhorn ausschüttet, Karten spielende Engel, Engel mit Billard-Queues legen nahe, dass dieser Raum als Spielsalon genutzt wurde.

2019 haben sich einige der bedeutendsten Stätten mit Werken des Meisters anlässlich seines 300. Geburtstag zusammengetan, um seiner und seines Werkes zu gedenken. www.bergl2019.eu

Heute ist im Pavillon ein Selbstbedienungs-Café eingerichtet.

Der Hauptsaal des barocken Gartenpavillons wird in den Sommermonaten auch immer wieder zur Bühne für Konzerte, wie zum Beispiel bei den Internationalen Barocktagen oder den Sommerkonzerten im August.

Vor dem Pavillon sind verschiedenste Rosen gepflanzt worden, die mit ihren rosaroten Blüten die Schönheit des Gartenpavillons unterstreichen.