Stift Melk - UNESCO-Welterbe

Presseinformation | Dezember 2020

 

im winter geöffnet | wirtschaftliche situation | weihnachten | generationswechsel

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  • seit 12. Dezember wieder täglich geöffnet
  • Ausgedehnte Öffnungszeiten im Winter

Das Stift Melk ist als geistliches, geistiges und kulturelles Zentrum, als Juwel barocker Architektur und als Teil des UNESCO Weltkulturerbes ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Region. Jährlich kommen Menschen aus aller Welt – allerdings ist seit Beginn der Corona-Pandemie das Reisen rund um den Globus stark eingeschränkt.

Nach dem zweiten Lockdown ist das Stift jetzt wieder geöffnet, die Türen stehen für Besucherinnen und Besucher offen – sogar mit ausgedehnten Öffnungszeiten. „Wir setzen damit bewusst ein Zeichen – gerade in der jetzigen Zeit wollen wir da sein, Besuche ermöglichen“, so Abt Georg. Die Ordensgemeinschaft lässt sich trotz großer Herausforderungen nicht entmutigen. „Neue Situationen erfordern neue Wege!“

Längere Öffnungszeiten

Es gibt längere Öffnungszeiten als bisher im Winter, um genug Raum zu geben und so alle Sicherheitsmaßnahmen einhalten zu können. Ab sofort können Kaiserstiege, Kaisergang, Stiftsmuseum, Marmorsaal, Altane, Bibliothek und Stiftskirche sowie die Nordbastei und die Sonderausstellungen im Wachaulabor und Säulenhalle täglich zwischen 11 und 12.30 Uhr sowie zwischen 13.30 und 15.00 Uhr von Individualtouristen besichtigt werden.

Das Stift Melk gehört generell zu den wenigen Ausflusgszielen in Niederösterreich, welches seit Jahrzehnten ganzjährig besucht und besichtigt werden kann

Weihnachten im Stift Melk – dieses Jahr etwas anders

Persönliche Begegnungen und das gemeinsame Feiern von Messen sind nur sehr eingeschränkt möglich. Es gibt für die Teilnahme an den Gottesdiensten eine Beschränkung von 130 Personen. „Das gemeinsame Feiern mit unserer Gottesdienstgemeinde ist uns ein großes Anliegen. Es ist allerdings nur unter Einhaltung strenger Sicherheitsmaßnahmen und mit einer verpflichtenden ANMELDUNG möglich“, so Abt Georg Wilfinger.

Wirtschaftliche Situation

An der wirtschaftlichen Gesamtsituation ändern die neuen Winteröffnungszeiten selbstverständlich wenig – besuchten im Vorjahr noch 560.000 Menschen das Stift Melk, so werden es heuer rund 90.000 sein - das ist ein Minus von rund 85 %, entsprechend sind die Umsatzeinbußen enorm.
„Als Unternehmen und als Arbeitgeber stoßen wir an unsere Grenzen, Einsparungen sind unvermeidlich,“ so der Wirtschaftsdirektor Karl Edelhauser.  Gemeinsam wurde der Beschluss gefasst, alles zu versuchen, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Die ausgedehnten Öffnungszeiten im Winter ermöglichen mit Unterstützung, wie z.B. der Kurzarbeit, den Dienstnehmern und Dienstnehmerinnen den durchgehenden Verbleib im Arbeitsverhältnis.

Generationswechsel in der Kultur- und Tourismusabteilung des Stiftes

Pater Martin Rotheneder leitet seit fast 30 Jahren mit unermüdlichem Einsatz die Bereiche Kultur und Tourismus. Nun legt er diese Bereiche in jüngere Hände.
Pater Ludwig Wenzl, der bereits als Lehrer im Stiftsgymnasium und Leiter des Archivs tätig ist, übernimmt mit 1. Jänner diese wichtigen Bereiche.
„Mit 70 Jahren, denke ich, dass der Zeitpunkt für die Übergabe gekommen ist und deshalb übergebe ich die touristischen Geschicke am Jahresanfang nun an die nächste Generation“, so Pater Martin zu seinem Rückzug. Er wird aber weiterhin eines seiner Lieblingsprojekte der letzten Jahrzehnte, den Stiftspark, den er seit 1996 revitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat, leiten.
Unter der touristischen Leitung von Pater Martin wurde in den vergangen 30 Jahren vieles an touristischer Infrastruktur neu geschaffen, optimiert und an die Anforderungen des internationalen Tourismus angepasst.