Stift Melk - UNESCO-Welterbe

Die Nordbastei

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Rückblick:
"Wachaulabor1"
Sonderausstellung Juni 2011 bis 16. April 2012)
Die Nordbastei - ein Klotz mit Geschichte

Thema der ersten Ausstellung war die Nordbastei selbst, der "geschichtsträchtige Klotz" sollte erfasst und erobert werden. Die Baugeschichte und die historischen Bezüge des Gebäudes wurden im Wahlpflichtfach Geschichte erforscht.

Ein schwarzer Tag war der 13. Februar 1805. Nach der Schlacht bei Austerlitz hatten sich französische Soldaten im Stift Melk einquartiert und hielten unter anderem in der Nordbastei russische Kriegsgefangene fest. Als einige von ihnen im unteren Teil des Gebäudes ein wärmendes Feuer entfachten, kamen in den oberen Stockwerken etwa 200 Gefangene durch das Rauchgas ums Leben. Nachdem die Bastei keine militärische Bedeutung mehr hatte, wurde sie für ganz verschiedene Zwecke verwendet, etwa als Eiskeller, zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, als Klassenzimmer, als Restaurant, Jugendtreff und Verbindungsbude. Vorübergehend wurden hier sogar Schweine, Hühner und Hasen gehalten.

Auf der Plattform betrieb Pater Wilfried seinerzeit eine Modelleisenbahn und diese griffen die Museumsmacher als gestalterisches Element auf. Der "Zug der Zeit" fuhr entlang der Innenseite des Raumes ringsherum und führte die Besucher durch die Geschichte der Bastei und zu den Attraktionen der Ausstellung, u.a. zu drei großen Filmprojektionen.

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