Stiftspark Melk                              1. Mai bis 31. Oktober 2017      9 bis 18 Uhr                            Audioguide für Smartphones € 0,99 mehr Information

  

 

Die Gartenanlage des Stiftes stellt einen wesentlichen Teil der gesamten Barockanlage dar. Diese ist eine symmetrische Symbiose von Stiftsgebäude und Außenanlage. Der Stiftspark zeigt, wie in 250 Jahren durch das Zusammenwirken von natürlichen und geistigen Ebenen ein Lebensraum entstanden ist, der in seinen vielfältigen Erscheinungen stets das Streben nach Schönerem ausdrückt. Vorbilder - und somit prägend - für die Gartenanlage des Stiftes waren die gartenästhetischen Strömungen des Barocks sowie des englischen Landschaftsgartens - sie bestimmen auch heute noch ihren Charakter.

Im 18. Jahrhundert  wurde am Areal des ehemaligen Wein- und Obstgartens nach dem damals vorherrschenden barocken paradiesischen Gartengedanken und angepasst an die topografischen Gegebenheiten des Geländes, der barocke Garten umgesetzt.

 

   
Ansicht des Stiftes Melk von Matthäus Merian, 1649                                                                          Ausschnitt aus einem barocken Stiftsbauplan


Seine heutige Einzigartigkeit und Identität erhielt der Stiftpark in den letzten Jahrhunderten durch immer wechselnde Ansichten zur Gartenkunst. Auch wirtschaftliche schlechte Zeiten, wo Gartenpflege nicht finanzierbar war und die Natur den Park wieder zurückeroberte und überwucherte trugen dazu bei.  Mit der Parkrevitalisierung in den letzten 15 Jahren hat man alte, zum Teil barocke, Strukturen wieder sichtbar gemacht.

Blickfang in der ersten Ebene des Stiftsparks ist der barocke Gartenpavillon. Abt Thomas Pauer ließ den barocken Pavillon von Franz Munggenast nach Fertigstellung des Stiftsgebäudes zwischen 1747 bis 1748 erbauen. Die Räume des Pavillons wurden 1763 bis 1764 von Johann Wenzel Bergl mit Fresken ausgemalt. Fantasievoll schuf Johann W. Bergl einen exotischen Ort zum Verweilen, mit exotischen Tieren, schlingendem Dschungel und Indianern. Der Gartenpavillon diente in der Barockzeit der Rekreation der Mönche.  Heute ist im Pavillon ein “Selbstbedienungs-Café” eingerichtet.  

Vor dem Pavillon sind verschiedenste Rosen gepflanzt worden, die mit ihren rosaroten Blüten die Schönheit des Gartenpavillons unterstreichen. Weitere verschiedenste Rosensorten blühen entlang der Gartenrampe in die zweite Etage des Stiftsparks.
 

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Die zweite Etage ist geprägt von verschlungenen Wegen, einer Feuerstelle, den "sprechenden Steinen" und einem Trinkwasserbrunnen, der aus einem versteinerten Baum gestaltet worden ist.

   

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In der dritten Etage befindet sich die Lebensader des Gartens - das barocke Wasserreservoir, das von 250 Jahre alten Linden umgeben ist. Im barocken Wasserbecken ist eine zeitgenössische Installation von Christian Philipp Müller angebracht – „Die neue Welt“ - Ein schwimmender Garten Eden, ein Becken, in dem Pflanzen gesetzt wurden, die alle aus Amerika den Weg nach Europa fanden.
 

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Seit über 15 Jahren wird nun an der Revitalisierung des Stiftsparks gearbeitet. Nach und nach wurden Bereiche des Parks erschlossen und den Besuchern zugänglich gemacht.

In den letzten Jahren wurde der Stiftspark durch neue Akzente - Walahfrid Strabo Garten, Jardin méditerraneén und Cabinet clairvoyée, Jardin oriental - ergänzt.                 

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Eintrittspreise nur für den Stiftspark (ohne Stiftsbesichtigung) pro Person:

Erwachsene: € 4,00
Schüler, Studenten: € 3,00
Kinder (6-16 J): € 1,00

Parkführungen: € 60,00 pro Gruppe
(Gruppengröße: max. 30 Personen)

Reservierung: tours@stiftmelk.at

TIPP: