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Kolomanihof |
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Koloman, der Legende nach ein irischer Königsohn auf Pilgerreise nach Jerusalem, erlitt im Jahre 1012 bei Stockerau, in der Nähe von Wien, das Martyrium, weil er in dieser gefährlichen Grenzgegend für einen Spion gehalten wurde. Wegen seiner fremden Sprache und Kleidung verdächtig, war er gefangengenommen, gefoltert und schließlich auf einem dürren Holunderbaum aufgehängt worden. Die Wunder, die sich daraufhin ereigneten, führten alsbald zu einer Verehrung Kolomans in der Bevölkerung. Durch die Wunder aufmerksam geworden, ließ Markgraf Heinrich I. im Jahr 1014 den Leichnam Kolomans nach Melk überführen und am 13. Oktober 1014 in der Peterskirche auf dem Melker Burgberg feierlich bestatten.
Zahlreiche Kirchen, z. B. in Österreich, Bayern oder Schwaben, sind dem hl. Koloman geweiht. Koloman war auch der erste Landespatron von Österreich. Erst im Jahr 1663 wurde dann der Babenberger Markgraf Leopold III., der Heilige, zum Landespatron auserwählt. Die Verehrung des hl. Koloman ist bis auf den heutigen Tag lebendig. Noch immer werden dem hl. Koloman Kunstwerke, Literatur und Musikstücke gewidmet. Gerade in unserer Zeit, wo das Hören aufeinander schwer geworden ist, kann er als aktueller Heiliger angesehen werden, weil er als Fremder in einem fremden Land nicht verstanden wurde. Wer anders ist, wer anders aussieht, wer anders spricht, macht sich verdächtig, macht Angst und kann leicht das Opfer von Vorurteilen werden. Jedes Jahr wird am 13. Oktober im Stift Melk ein Gottesdienst zu Ehren des hl. Koloman gefeiert. Der Kolomanikirtag wird an diesem Tag seit 1451 in der Stadt Melk abgehalten. Der hl. Koloman ist immer noch der Patron von Stift und Stadt Melk. |