KOSOVO - ein ökumenisches Projekt im Kosovo

DURCH WIEDERAUFBAU        
UND VERSÖHNUNG
FRIEDEN SICHERN

Das Kosovoprojekt startete 1999 und war von Anbeginn ökumenisch. Es hatte vorerst den Wiederaufbau in den Regionen Lipjan und Fushe Kosove im Blick. Der Wiederaufbau von mehr als 200 Häusern wurde ermöglicht und vielfältige Nöte dabei mit berücksichtigt.

In dieser Zeit arbeitete P. Karl als Projektleiter jeweils sieben Monate im Jahr im Kosovo und lebte in den Orten mit.

Ab 2002 begann die ausschließliche Minderheitenarbeit mit Roma und Ashkali, unter anderem betreute P. Karl das erste Rückkehrerprojekt in der Region Lipjan in Magure.

In Fushe Kosove startete ein Ausbildungsprojekt für 24 jugendliche Roma und Ashakali in Zusammenarbeit mit Fachschulen, unterstützt von Swisscontact , 22 erreichten staatsgültige Berufsabschlüsse als Maurer, Wasserinstallateure und Elektroinstallateure.

 Derzeit wird das Projekt von Stift Melk, dem Verein Netzwerk und der Diakonie getragen

Jährlich erhalten Pflicht- und Berufsschüler/innen den nötigen Schulbedarf und werden mit Schuhen ausgestattet -  und dies bei steigenden Zahlen.

60 besuchen bereits berufsbildenden  Schulen und 10 die Universität. 2010 förderten wir 705 Schülerinnen und Schüler.  Den Fahrschülern zahlen wir die Monatskarten für den Bus nach Prishtine. Dass die Zahl der Kinder, die die Schule besuchen, so stark angehoben werden  konnte, ist wohl der schönste Erfolg des Projektes. Die Diakonie konnte heuer zusätzlich Sponsoren finden, so dass auch das Lerncenter, das eine andere Organisation aufbaute, fortgeführt werden kann.

Darüber hinaus gibt es monatliche Ernährungshilfe für besonders arme Familien, medizinische Hilfe für chronisch Kranke oder Akutfälle. Vor dem Winter wird Brennholz angekauft.

Die drückende Armut – in Fushe Kosove ist in der fast 100%igen Arbeitslosigkeit begründet,  von nahe 1000 Familien haben nur 35 Personen konstant Arbeit und diese ist gering bezahlt. Verschärft wird das Elend durch steigende Zahlen von rückkehrenden Minderheitenfamilien auf Grund der Abkommen der Regierung des Kosovo mit den Ländern der EU und der Schweiz. Viele haben durch die Flucht keine Dokumente und sind so rechtlos in ihrem Herkunftsland.

Auch wenn der Kosovo kaum mehr in unseren Medien erwähnt wird, die Not ist für allzu viele Menschen geblieben.

Kontakt: Pater Karl Helmreich
helmreich.karl@aon.at

Verein Netzwerk, 2552 Hirtenberg – P. Karl Helmreich
IBAN: AT84 4275045134870000