„Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes“ (Psalm 19,2)

1000 Jahre Astronomiegeschichte aus der Stiftsbibliothek Melk

Im Jahre 1609 richtete Galileo Galilei als Erster ein Teleskop auf das
nächtliche Firmament.
Dieser Schritt sollte die Astronomie revolutionieren.
Im selben Jahr publizierte Johannes Kepler
in dem Werk „Astronomia Nova“ seine ersten beiden Planetengesetze
und legte somit die Grundlage zum physikalischen Verständnis
der Planetenbewegung.

2009 jährten sich die beiden Ereignisse zum 400. Mal.
Aus diesem Grunde rief die UNESCO
dieses Jahr zum Internationalen Jahr der Astronomie aus.
Weltweit waren professionelle Astronomen, wie auch Astronomieliebhaber
dazu aufgerufen, mit Projekten das Jubiläum dieser
epochalen Errungenschaften gebührend zu würdigen. Mit der Veranstaltungsreihe
,,Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes“ leistete das Kloster der Benediktiner
in Melk mit ausgewählten astronomiegeschichtlichen Themen einen Beitrag.

Die Dauer der Sonderausstellung in der Mittelvitrine der Stiftsbibliothek wurde nun
verlängert und die Sonderschau wird auch noch dieses Jahr zu sehen sein.



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Ausstellung in der Mittelvitrine der Stiftsbibliothek:
(28. März bis 1. November, im großen Bibliothekssaal,
zu besichtigen innerhalb der Öffnungszeiten zur Stiftsbesichtigung)


„Zeitreise durch 1000 Jahre Wissen um die Sterne“
Anhand des Bestandes der Stiftsbibliothek Melk gehen die Besucher auf eine Zeitreise
durch mehr als 1000 Jahre voller Entdeckungen und Erforschung des Himmels.
Einige der ausgestellten Werke mögen auf den ersten Blick nicht aufregend wirken.
Doch es bedarf keiner spektakulären Bilder,
um – im wahrsten Sinne des Wortes – Geschichte zu schreiben.

Der reiche Bestand der Melker Stiftsbibliothek ermöglicht Einblicke in Entdeckungen,
die zu einem neuen Weltbild führten, das wir heute als selbstverständlich erachten.
Beginnend mit Werken über die astronomische Osterrechnung aus dem 9. Jahrhundert
entdecken die Besucher, wie die Gelehrten des ausklingenden Mittelalters lernten,
altbekannte Himmelsphänomene mit neuen Augen zu sehen.
So auch die totale Mondfinsternis von 1457, deren Beobachtung und Beschreibung in Melk
einen Meilenstein für die Weiterentwicklung astronomischer Kenntnisse darstellt.
Handschriften, Inkunabeln und Drucke dokumentieren die eingehende Beschäftigung
mit der Sternenkunde im Stift Melk seit Bestehen des Benediktinerklosters
vom 10. Jahrhundert bis herauf in die Neuzeit. Eindrucksvoll illustrieren sie den Wandel
der Astronomie im Laufe eines Jahrtausends.

Anlässlich der Sonderausstellung ist der erste Band einer neuen Publikationsreihe der
Stiftsbibliothek - "Thesaurus Mellicensis" - unter dem Titel
"... und das Firmament kündet vom Werk seiner Hände" (Ps 19,2)
erschienen.  mehr

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