DIE NEUE WELT

Christian Philipp Müller
Die neue Welt, eine Art locus amoenus

Stiftspark - 1. Mai bis 31. Oktober

In der obersten Etage des Melker Stiftsparks befindet sich ein steinernes Wasserbecken.
Es wird als Sammelbecken für die Bewässerung des Parks benützt und ist von alten Linden umgeben.
Die Wasseroberfläche reflektiert den Himmel, holt ihn in den Park. Hier baut Christian Philipp Müller
seine „Neue Welt“, einen „locus amoenus“, was soviel heißt wie lieblicher Ort, paradiesische Gegend.
 

     

Er baut ein Becken ins Wasserbecken, und bepflanzt die neue Insel mit Kartoffeln, Indianermais,
Tabak, Sonnenblumen, Paprika und vielen Sorten von Paradeisern. Die Arbeit bietet in ihrer
schlichten Schönheit eine Fülle von Verweisen an: Klostergärten waren im 18.Jahrhundert immer
Orte für Sammlungen exotischer Pflanzen und Gehölze, Zierpflanzen und Kuriositäten, die dem
Schmuck und nicht der Nahrung dienten.

Die Bergl-Malereien im Lustpavillon erzählen von fernen Ländern und Menschen, sie waren
die exotische Kulisse für die Rekreation der Mönche, die nicht reisten.
Mit dem Werk ‚Die neue Welt’ geht es Christian Philipp Müller darum, die Parallelen von
ästhetischem und kulinarischem Geschmack aufzuzeigen und, wie in allen seinen Arbeiten,
um die Auseinandersetzung mit der menschliche Dimension.

 

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