"Nocturna Benedictina"
Lachlan ‘Lox’ Blair

Sonderausstellung
Säulenhalle des Stiftes Melk
28. März - 1. November 2009

 

Die aus einer Kombination von Fotografie- und Fotogrammtechnik entstehenden Aufnahmen von Lachlan ‘Lox’ Blair sind nicht nur durch die Erfindung einer eigenen schwarzen Rahmenbox, die anstatt der Kamera eingesetzt wird, erstaunlich. Diese Bilder sind einmalig, es existiert kein Negativ, es ist keine zweite Fassung möglich, nicht einmal eine Korrektur, denn sie entstehen direkt auf dem Papier.

In der Ausstellung ‘Nocturna Benedictina’ nimmt Blair das berühmte Stift Melk mit seinen typischen barocken Architekturdetails, aber auch Geländern, Gittern, Gärten und Statuenfragmenten ins Visier.


Er kommt nachts, wenn tausende Touristen abgezogen sind und die Mönche ihre Lichter gelöscht haben, hält den Detailmotiven, die mit der Schnappschussindustrie nichts gemeinsam haben, seine Box vor und belichtet.

Mit der Wahl dieser Mittel schwingt ein bis heute magischer und alchemistischer Zug in der Erfindung des Mediums Fotografie mit. Die schwarze Box der Kamera wird allerdings mit der Nacht in der Natur getauscht. Die Geschichte des Nachtstücks als Urbild aller Fotografie ist ein Grundsatzgedanke. Blair macht damit Territorien des Traums und des Immateriellen sichtbar, mit dem jede gute Konzept-Kunst korrespondiert.

(aus einem Text von Brigitte Borchhardt-Birbaumer)


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