Die "Lange Nacht der Kirchen" hat seit ihrem Bestehen
großes und positives Echo ausgelöst. Die Kirchen aller christlichen Konfessionen
in Österreich begeisterten die Besucherinnen und Besucher auf vielerlei Weise
bei freiem Eintritt. Dabei wurde besonders die positive Stimmung und das "gute
Miteinander" hervorgehoben.
"Wir wollen mit der 'Langen Nacht der Kirchen' besonders Menschen ansprechen,
die sonst eher achtlos an Kirchen vorübergehen und sie ermuntern, Kirchen und
die Menschen darin kennen zu lernen", so Projektleiter Bernhard Linse vom
Vorbereitungsteam in Wien.
Auch am 28. Mai 2010 dürfen sich alle auf die Fortsetzung dieses Ereignisses
freuen, wenn wieder 700 Kirchen die Türen öffnen und zum Kennen lernen, zum
Schauen und Hören, zum Gespräch und Verweilen sowie zum Beten, Meditieren,
Singen und Feiern einladen.
Die "Lange Nacht der Kirchen" ist ein gemeinsames Projekt aller 14 christlichen
Glaubensgemeinschaften, die im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich
vertreten sind oder Beobachterstatus haben. (aus
der Homepage "Lange Nacht der Kirchen", mehr ...)
Die "Lange Nacht der Kirchen" im Stift Melk:
Semper idem / Benediktuskapelle / 20:00 - 22:30 Uhr
Unter dem Titel "Semper idem" = "immer das Gleiche" spielt Johannes Kammerer in
der Benediktuskapelle "Vexations" von Eric Satie (1866-1925).
Ein Musikstück, das zur Kontemplation und Meditation gedacht ist und durch die
zahlreichen Wiederholungen die herkömmlichen Grenzen von Zeit und Raum sprengt.
Das Stück "Vexations" (frz. etwa: Quälereien) von Eric Satie für Klavier oder
Harmonium, wahrscheinlich 1893 komponiert, besteht aus einem Thema und zwei
Variationen, die 840 mal wiederholt werden sollen, was insgesamt etwa 18 Stunden
musizieren bedeutet. Johannes Kammerer wird an dem Abend etwa 2 1/2 Stunden
davon spielen.
Wiederholungen waren immer schon ein starkes musikalisches Ausdrucksmittel der
Kontemplation. Im Aufbau des Stückes spielen auch die "heiligen" Zahlen 3, 4 und
7 eine Rolle.
Die Zuhörer sind eingeladen, sich in diese mystische Erfahrung zu versenken.
Perspektiven der Ermutigung und Inspiration - mit den Augen hören - mit den
Ohren sehen / Stiftskirche / 21:00 - 22:30 Uhr
Philospophisches über Resonanz und Schöpfung, Obertonmusik und Wasserklangbilder
Live werden Töne vom Ensemble gespielt und auf Wasser übertragen. Die sichtbar
werdenden Bilder werden auf eine Leinwand projeziert. Der Ton, der im Augenblick
entsteht, ist sichtbar - es enstehen Wasserklangbilder.
Programmänderung! Leider können aus terminlichen Gründen die
Wasserklangbilder nicht live erzeugt werden. Als Ersatz werden die Bilder medial
passend zur Musik auf die Leinwand projeziert.
Eindrucksvoll kann erlebt werden, wie differenziert und schnell, wie geradezu
lebendig das sensible Wasser mit unterschiedlichsten Wellenstrukturen auf den
ständigen Fluss der Töne (verschiedene live gespielte Instrumente) antwortet und
auf diese Weise eine nahezu unerschöpfliche Fülle vielgestaltigster Formen,
Bilder und Muster hervorzaubert.
Mitwirkende:
Dr. Arnold Mettnitzer
Ensemble Monsona
Dr. Arnold Mettnitzer philospohiert über Resonanz und Schöpfung und wird dabei
vom Ensemble Monsona mit Obertonmusik sowohl vokal als auch instrumental mit
Monochord, Polychord und Sansula und anderen Obertoninstrumenten begleitet.
Lucernarium / Benediktuskapelle / 22:30 - 23:30 Uhr
Ein "Lucernarium" ist ein Nachtgottesdienst mit
Musik und Gesängen, bei dem Lichter entzündet werden. In der Nacht, wenn das
äußere Licht abnimmt und schwindet, entzünden wir die Kerzen als Symbol für das
innere Licht, das niemals vergeht. Dieser Nachtgottesdienst wird von Abt Georg
Wilfinger geleitet.
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Eintritt: frei