Foto: Sascha Eilert

 Dienstag, 10. Juli 2012
 20.00 Uhr in der Stiftskirche


„Hymnus“ ist ein Zyklus bekannter Choralmelodien nach Paul-Gerhardt-Texten. Die Choralfantasien bedienen sich hauptsächlich bekannter Originalmelodien und versuchen die ursprünglichen Gedichte Gerhardts den Melodien der späteren Vertonungen gegenüber zu stellen. Ein Auszug aus diesem Zyklus wird das Konzert der Sächsischen Bläserphilharmonie einleiten. Anschließend werden klassische Werke der französischen Musik von Maurice Ravel und Georges Bizet erklingen. Die Zuhörer dürfen sich unter anderem auf die Suite aus der Oper „Carmen“ und den Boléro freuen.

Programm:

James Morrison

(*11.11.1962)

Fanfare Stift Melk

Bearb.: Stefan Walther

 

Christian Sprenger

(*1976)

Hymnus

Fantasien über evangl.-luther. Choräle

  1. Lobe den Herren, den mächtigen König
  2. Auf auf mein Herz
  3. Nun danket alle Gott

Bearb.: Siegmund Goldhammer

 

Maurice Ravel

(1875 – 1937)

 

Pavane

Bearb.: Johan de Meij

Maurice Ravel

(1875 – 1937)

 

Boléro

Bearb.: Henk van Lijnschooten

 Konzertpause 

Georg Bizet

( 1838 – 1875 )

 

L´Arlésienne Suite 

 

Suite aus der Oper Carmen

Bearb.: Tohru Takahasi 

 

Sächsische Bläserphilharmonie


Die Sächsische Bläserphilharmonie ist das bis heute einzige Kulturorchester in ausschließlicher Bläserbesetzung. 1950 wurde es unter dem Namen „Rundfunk Blasorchester Leipzig“ gegründet und war insgesamt 41 Jahre für den Rundfunksender in Leipzig tätig. Unzählige Rundfunk- und Fernsehsendungen machten das Orchester mit dem unverwechselbaren Klang über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt. In all den Jahren hat die Philharmonie mit vielen namhaften Instrumentalisten, Sängern sowie Dirigenten aus aller Welt zusammengearbeitet.

Die Sächsische Bläserphilharmonie zeichnet sich durch ein facettenreiches Klangspektrum aus, dass durch die speziellen Arrangements für Bläserensemble ermöglicht wird. Dabei werden sowohl zeitgenössische Originalkompositionen als auch Transkriptionen von Meisterwerken der Musikgeschichte werkgerecht interpretiert. Sinfonische Kammermusiken können durch die verschiedenen Formationen der Sächsischen Bläserphilharmonie vom Bläserquintett bis zur Serenadenbesetzung ebenfalls konzertant umgesetzt werden.

 

 Prof. Thomas Clamor – Chefdirigent der Sächsischen Bläserphilharmonie

Thomas Clamor ist Chefdirigent der Sächsischen Bläserphilharmonie und Künstlerischer Leiter der Deutschen Bläserakademie. Er studierte an der  Hochschule für Musik Detmold Trompete und Schlagzeug. 1986 wurde er als jüngstes Mitglied von den Berliner Philharmonikern aufgenommen; zudem profilierte er sich als Solist und Kammermusiker in namhaften Ensembles. Dieser Schaffensbereich wird durch eine große Anzahl von Fernseh- und Rundfunkproduktionen sowie CD-Aufnahmen bei führenden Labels dokumentiert.

1987 beginnen seine Lehrtätigkeiten und Gastprofessuren an deutschen Hochschulen (Detmold, Weimar, Berlin) und an der Herbert von Karajan Stiftung. Bis heute gibt Thomas Clamor  Meisterkurse und ist Professor h.c. der Musikhochschule Shanghai. Ein Höhepunkt seiner pädagogischen Arbeit ist das inzwischen legendäre „El Sistema“ von Venezuela: Hier entsteht unter seiner Mitwirkung die erste lateinamerikanische Brassakademie, an deren Spitze das von ihm gegründete Venezuelan Brass Ensemble steht; mit ihm findet er bei Publikum und Presse auf der ganzen Welt begeisterte Resonanz.

Thomas Clamor war zu Gast bei den bekanntesten Festspielen Europas und dirigierte u.a. in New York, Los Angeles, Chicago, Buenos Aires, Peking, Tokio, Rom und Madrid. Er gilt weltweit als einer der führenden Dirigenten für Blechbläser-Kammermusik. 2010 wurde von ihm das Große Europäische Blechbläserensemble mit Sitz in Österreich gegründet; wie bei vielen seiner Projekte ist auch hier eines der Ziele, kulturellen Austausch auf höchstem musikalischem Niveau zu erreichen.