Aus Anlass des tausendsten Todestages des heiligen Koloman am 17. Juli 2012 finden im Stift Melk folgende Veranstaltungen statt:

 

 7.00 Uhr / Stiftskirche :      Messe am Altar des heiligen Koloman.

19.30 Uhr / Säulenhalle:     Eröffnung der Sonderausstellung der Kunstwerkstatt
                                              Lebenshilfe Gmunden.

21.00 Uhr / Stiftskirche:      Festvesper

                                              Segnung der restaurierten Kolomanistatue im Kolomanihof.

22.30 Uhr / Stiftskirche:      Gospelkonzert

                                             „Wayfaring stranger“

                                              Vocals: Erika Foramitti

                                              Flügelhorn: Stefan Buxhofer

                                              Keyboard: Karl Schweiger

                                              Bass: Thomas Foramitti

 

 

Weitere Veranstaltungen:

Pilgerwanderung „Koloman“

vom 08. Bis 13. Oktober 2012

Anmeldung/ Kontakt/ Information:

Mag. Sepp Bauer

Telefon: +43(0) 2752/ 51513

mail:  josefjohann.bauer@gmail.com

 

Vom 11. Bis 14. Oktober 2012 findet im Stift Melk ein wissenschaftliches Symposion statt.

„KOLOMAN 1012 – 2012“

Unterwegs in Europa – Unterwegs für die Welt

 

1000. Todestag des heiligen Koloman

 

Am 17. Juli 2012 jährt sich zum tausendsten Mal der Tag des Martyriums des heiligen Koloman.

Der heilige Koloman ist der erste Hausheilige der ersten Markgrafen Österreichs, der Babenberger. Nicht nur für die Geschichte des Stiftes und der Stadt Melk, sondern für die Geschichte Österreichs ist der erste Heilige unserer Heimat und unseres Landes von ganz besonderer Bedeutung. Im Jahre 1014 wurde Koloman in der damaligen Burg an der Seite der ersten Babenberger bestattet. Aus diesem Grund und weil im Jahre 1040 ein Stück vom Kreuzesholz Christi als Reliquie nach Melk kam wurden die Grablegen derer, mit denen die Geschichte Österreichs begonnen hat immer verehrt und das Gebäude des Klosters immer besonders gestaltet. Als Gebäuderelikte aus der Babenbergerzeit stehen heute noch die beiden Babenbergertürme, die man aus Respekt vor ihrer Geschichte durch alle Bauepochen bestehen ließ.

Die Legende erzählt, dass der heilige Koloman ein irischer Königssohn war, der das königliche Erbe seines Vaters nicht antreten wollte, also auf Krone, Macht und Reichtum verzichtete und stattdessen die Pilgerschaft in das Heilige Land antrat.

Er kam aber nur bis Stockerau, wo er von verängstigten Bewohnern dieser Gegend als Spion verdächtigt, gefoltert und schließlich, so die Legende, auf einem Holunderbaum erhängt wurde. Dieser Holunderbaum habe darauf frische Blätter und frische Blüten bekommen, was für die Babenberger die Heiligkeit Kolomans bezeugte.
Zu spät kam die Einsicht, dass hier ein Unschuldiger aus Angst und aus Vorurteilen hingerichtet wurde. So macht die Legende Koloman zu einem zeitlosen Märtyrer.

Wie viele Menschen werden auf Grund von Vorurteilen zu Märtyrern?

Welch großen Schaden richten Vorurteile, Gerüchte und böses Reden über andere immer noch an?

Das Denken an den tausendsten Todestag des heiligen Koloman möge uns im menschlichen Miteinander Schritt für Schritt weiterbringen. Es möge unseren Respekt und unsere Achtung wachsen lassen vor denen, die fremd sind, die anders aussehen, die eine andere Sprache, eine andere Religion haben, die anders sind.