Raum 5

Jetzt schauen wir in einen Spiegel ... (1, Kor. 13,12)

Spiegelraum mit Barockimpressionen Spiegelraum mit Barockimpressionen

Detail der "Amalienmonstranz" - Geschenk der Kaiserinwitwe Wilhelmine Amalie

In der Gegenreformation hatte sich die katholische Kirche wieder erholt. Es gab weiter eine sehr starke Institution, aber auch eine sehr starke, innere Gläubigkeit, die lebendig und tief hinter dieser Institution stand. Man lebte im festen Glauben, dass Gott ein lebendiger Gott ist. Und diesen lebendigen Gott wollte man auf die Erde herunterholen, baute ihm großartige Audienzhallen, in denen die Menschen Gott lobten und priesen, indem sie ihre Anliegen und Bitten vorbrachten, und in denen sie auch Dank sagten. Nichts war schön und großartig genug; eine große Freude und erdnahe Frömmigkeit suchte sich einen adäquaten Ausdruck. Alles glänzte, der Mensch spiegelte sich in einer schönen Welt und war zutiefst aus seinem Glauben froh. Und dieser Glaube gab ihm Rückhalt und Kraft. „Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.“ (1, Kor. 13,12)