Marmorsaal

 

Das Deckenfresko von Paul Troger (1731) zeigt in der Mitte Pallas Athene auf dem Löwenwagen als Symbol der Weisheit und des rechten Maßes. Links von ihr ist Herkules zu sehen, der die notwendige Gewalt symbolisiert, um als Sieger über den dreiköpfigen Höllenhund, über Nacht und Sünden hervorzugehen. Beide, Pallas Athene sowie Herkules, verweisen auf Kaiser Karl VI., der sich gerne in der Nachfolge der römischen Kaiser im Herkulesmythos feiern ließ. So sollten die Gäste hier auch eine Apotheose des Herrscherhauses erleben: Der Herrscher führt die Menschen vom Dunkel ins Licht, vom Bösen zum Guten.

Die Inschriften über den Türen sind Zitate aus der Regel des hl. Benedikt. Sie weisen auf den Zweck des Raumes hin: „Hospites tamquam Christus suscipiantur“ (Gäste sollen aufgenommen werden wie Christus) und “Et omnibus congruus honor exhibeatur” (Allen erweise man die  angemessene Ehre). Der Saal diente als Speisesaal für das Kaiserhaus und andere vornehme Gäste sowie als Festsaal.

Die Türstöcke wurden aus echtem Adneter und Untersberger Marmor hergestellt, die Wände hingegen aus Stuckmarmor.

Die Architekturmalerei des Deckenfreskos stammt von Gaetano Fanti.

 

Der Marmorsaal                        Marmorsaal: Detail aus dem Deckenfresko von Paul Troger