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In

der

Mitte

des

Tages

Im Anfang liegt das Ende,

im Ende der Anfang.

Im Leben liegt der Tod,

im Tod das Leben.

 

Mittagsgebet in der Stiftskirche

Ut In Omnibus Glorificetur Deus
DAMIT IN ALLEM GOTT VERHERRLICHT WERDE

V: O Gott, komm mir zu Hilfe
A: Herr, eile mir zu helfen.
V: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
A: Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.


V: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft
A: und sie empfing vom Heiligen Geist.
Gegrüßet  seist du Maria ...
V: Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
A: mir geschehe nach deinem Wort.
Gegrüßet seist du, Maria ...
V: Bitte für uns, heilige Gottesmutter,
A: dass wir würdig werden der Verheißung Christi.
V: Lasset uns beten. - Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes erkannt.
Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
A: Amen.


Ant:        Mein Gott, mein Gott
        warum hat du mich verlassen?


Psalm 88
V: Herr, du mein Gott meines Heils, /
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.
A: Laß mein Gebet zu dir dringen, /
wende dein Ohr meinem Flehen zu!
V: Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, /
Mein Leben ist dem Totenreich nahe.
A: Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken in das Grab, /
Bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.
V: Ich bin zu den Toten hinweggerafft, /
Wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;
An sie denkst du nicht mehr, /
Denn sie sind deiner Hand entzogen.
A: Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, /
Tief hinab in finstere Nacht.
V: Schwer lastet dein Grimm auf mir, /
All deine Wogen stürzen über mir zusammen. (Sela)
A: Die Freunde hast du mir entfremdet, /
Mich ihrem Abscheu ausgesetzt; /
        Ich bin gefangen und kann nicht heraus.
V: Mein Auge wird trübe vor Elend. /
Jeden Tag, Herr, ruf´ ich zu dir; /
Ich strecke nach dir meine Hände aus.
A: Wirst du an den Toten Wunder tun, /
        Werden Schatten aufstehen, um dich zu preisen? (Sela)
V: Erzählt man im Grab von deiner Huld, /
Von deiner Treue im Totenreich?
A: Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, /
Deine Gerechtigkeit im Lande des Vergessens?
V: Herr, darum schreie ich zu dir, /
Früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.
A: Warum, o Gott, verwirfst du mich, /
Warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?
V: Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, /
Deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.
A: Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, /
Deine Schrecken vernichten mich.

V: Sie umfluten mich allzeit wie Wasser /
Und dringen auf mich ein von allen Seiten.
A: Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; /
Mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Ant:    Mein Gott, mein Gott /
            Warum hast du mich verlassen.

Lesung Phil. 2, 5-11

Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, des größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: „Jesus Christus ist der Herr“ – zur Ehre Gottes des Vaters.

 

Stille

 

Lasset uns beten

Gott, unser Vater: Unser Leben ist ein Leben von der Geburt bis zum Tod. Dein Sohn Jesus Christus hat dieses Leben mit uns geteilt. Wie du ihn vom Tod erweckt hast, so rufe auch uns zur Auferstehung und Leben, zur Freude, die nicht endet durch eben diesen Christus, unseren Herrn.