4

In

der

Mitte

des

Tages

Schenke uns Gott

von deiner Schöpfungskraft soviel

so reichlich

dass wir aufstehen können

und tragen

was uns das Leben aufgibt.

 

Mittagsgebet in der Stiftskirche

 Ut In Omnibus Glorificetur Deus
DAMIT IN ALLEM GOTT VERHERRLICHT WERDE

 



V: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft
A: und sie empfing vom Heiligen Geist.
Gegrüßet  seist du Maria ...
V: Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
A: mir geschehe nach deinem Wort.
Gegrüßet seist du, Maria ...
V: Bitte für uns, heilige Gottesmutter,
A: dass wir würdig werden der Verheißung Christi.
V: Lasset uns beten. - Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.
Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes erkannt.
Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
A: Amen.

V: O Gott, komm mir zu Hilfe
A: Herr, eile mir zu helfen.
V: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
A: Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Schenke uns Gott

Von deiner Schöpfungskraft
Soviel
So reichlich
Dass wir aufstehen können
Und tragen
Was uns das Leben aufgibt:
Was uns Sinn gibt
Und uns froh macht
Was andere satt macht
und uns eine Last abnimmt
was Frieden stiftet
und Gewalt verhindert
was Schöpfung bewahrt
in der wir atmen können
was unsere Kinder brauchen
und wir geben können
Schenke uns Gott
Von deiner Schöpfungskraft
Soviel
So reichlich
Dass wir aufstehen können
Und tragen
Was uns das Leben aufgibt.

Heidi Rosenstock


Psalm 123
V: Ich erhebe meine Augen zu dir, /
        der du hoch im Himmel thronst.
A: Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, /
        wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,
        so schauen unsere Augen auf den Herrn, unseren Gott,
        bis er uns gnädig ist.
V: Sei und gnädig, Herr, sei uns gnädig! /
        Denn übersatt sind wir vom Hohn der Spötter,
A: übersatt ist unsre Seele von ihrem Spott, /
        von der Verachtung der Stolzen.

Psalm 124
V: Hätte sich nicht der Herr für uns eingesetzt, /
- so soll Israel sagen- ,
A: hätte sich der Herr nicht für uns eingesetzt, /
        als sich gegen uns Menschen erhoben,
V: dann hätten sie uns lebendig verschlungen, /
        als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.

A: Dann hätten die Wasser uns weggespült, /
hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.

V: Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen, /
die wilden und wogenden Wasser.

A: Gelobt sei der Herr, /
der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.

V: Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen;         das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.

A: Unsre Hilfe steht im Namen des Herrn, /
der Himmel und Erde gemacht hat.

 
Lesung Ez. 34, 11., 15-16

Menschensohn, die Einwohner Jerusalems sagen von deinen Brüdern, deinen Verwandten und dem ganzen Haus Israel: Sie sind fern vom Herrn; das Land ist uns zum Besitz gegeben. Darum sag: So spricht Gott, der Herr: Auch wenn ich sie weit weg unter die Völker geführt und in alle Länder zerstreut habe, so bin ich doch in den Ländern, wohin sie gekommen sind, beinahe zum Heiligtum für sie geworden.

Lasset uns beten

Gott, unser Vater:
Deine Kirche besteht aus Menschen mit all ihren Stärken und Fehlern. Lenke und leite du alle, die in der Kirche ein Amt ausüben durch deinen Geist und lass allen in dieser Kirche bewusst sein, dass du unser eigentlicher Hirte bist, der uns führt, der uns trägt, weil er uns liebt. Lass uns so alle Mauern überspringen, die unseren Weg versperren, lass uns frohe Glieder deiner Herde sein, durch Christus, unseren Herrn.