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In

der

Mitte

des

Tages

V: O Gott, komm mir zu Hilfe

A: Herr, eile mir zu helfen.

V: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

A: Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

 

 

Mittagsgebet in der Stiftskirche

Ut In Omnibus Glorificetur Deus
DAMIT IN ALLEM GOTT VERHERRLICHT WERDE


V: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft
A: und sie empfing vom Heiligen Geist.
        Gegrüßet seist du, Maria...
V : Maria sprach : Siehe, ich bin die Magd des Herrn ;
A: mir geschehe nach deinem Wort.
Gegrüßet seist du Maria...
V : Und das Wort ist Fleisch geworden
A: und hat unter uns gewohnt.
        Gegrüßet seist du, Maria...
V : Bitte für uns, heilige Gottesmutter,
A: dass wir würdig werden der Verheißung Christi.
V: Lasset uns beten. - Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in
unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt.
Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
A: Amen.




Psalm 91-92
V: Wer im Schutz des Höchsten wohnt
und ruht im Schatten des Allmächtigen, der sagt zum Herrn:
"Du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott,
dem ich vertraue."
A: Er rettet dich aus der Schlinge des Jägers
und aus allem Verderben.
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht,
Schild und Schutz ist dir seine Treue.
Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten,
noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt,
nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die wütet am Mittag.
V: Fallen auch tausend zu deiner Seite,
dir zur Rechten zehnmal tausend,
so wird es doch dich nicht treffen.
Denn der Herr ist deine Zuflucht,
du hast dir den Höchsten als Schutz erwählt.
Dir begegnet kein Unheil, kein Unglück naht deinem Zelt.
A: Denn er befiehlt seinen Engeln,
dich zu behüten auf all deinen Wegen.
Sie tragen dich auf ihren Händen,
damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt;
du schreitest über Löwen und Nattern,
trittst auf Löwen und Drachen.
V: Weil er an mir hängt, will ich ihn retten;
ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen.
Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.
Ich bin bei ihm in der Not, befreie und bringe zu Ehren.
Ich sättige ihn mit langem Leben
und lasse ihn schauen mein Heil.
A: Wie schön ist es, dem Herrn zu danken,
deinem Namen, du Höchster, zu singen,
am Morgen deine Huld zu verkünden
und in den Nächten deine Treue zur zehnseitigen Laute, zur Harfe, zum Klang der Zither.
Denn du hast mich durch deine Taten froh gemacht; Herr, ich will jubeln über die Werke deiner Hände.
V: Wie groß sind deine Werke, o Herr, wie tief deine Gedanken!
Ein Mensch ohne Einsicht erkennt das nicht,
ein Tor kann es nicht verstehen.
Herr, du bist der Höchste, du bleibst auf ewig.
Der Gerechte gedeiht wie die Palme,
er wächst wie die Zedern des Libanon.
Gepflanzt im Haus des Herrn,
gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes.
Sie tragen Frucht noch im Alter
 und bleiben voll Saft und Frische; sie verkünden:
A: Gerecht ist der Herr; mein Fels ist er,
an ihm ist kein Unrecht.
Wie schön ist es, dem Herrn zu danken,
deinem Namen, du Höchster, zu singen

am Morgen deine Huld zu verkünden
und in den Nächten deine Treue zur zehnseitigen Laute, 
zur Harfe, zum Klang der Zither.
Denn du hast mich durch deine Taten froh gemacht;

 Aus dem Evangelium nach Lukas (17,12-19)

Als Jesus in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbatmen mit uns!
Als er die sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen, wurden sie rein. Ein einziger von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme.
Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm.
Dieser Mann war aus Samarien.
Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind dir übrigen neun?  Ist denn sonst keiner umgekehrt, um Gott zu danken, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.

Orgel

 

Gott, du Geber alles Guten.
Wir leben in einem Teil dieser Welt, wo es alles gibt
und wo sich Menschen alles leisten können.
Dass immer alles gleichzeitig und zu jeder Zeit da sein soll,
ist uns zur Gewohnheit geworden.
Und alles sehen wir als Selbstverständlichkeit an.
Wofür sollen wir da „Danke“ sagen?
Gib, dass unser Herz durch die Überfülle nicht erdrückt wird
und lass uns zurückfinden zu einem „Danke“,
das sich nicht bloß auf das Materielle bezieht,
sondern einer Freude über unser Dasein entspringt
und einer Liebe, die nicht nur haben will,
sondern auch teilen und geben kann.
So danken wir dir, dass du uns versprochen hast,
für uns da zu sein
und dass du uns begleitest durch alles Auf und Ab.
Danke!