1

In

der

Mitte

des

Tages

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.

A: Herr, eile mir zu helfen.

V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A: Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

 

 

 

 

 

Mittagsgebet in der Stiftskirche

Ut In Omnibus Glorificetur Deus
DAMIT IN ALLEM GOTT VERHERRLICHT WERDE

 

V: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft

A: und sie empfing vom Heiligen Geist.              
Gegrüßet  seist du Maria ...

V: Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;

A: mir geschehe nach deinem Wort.                         
Gegrüßet seist du, Maria ...

V: Bitte für uns, heilige Gottesmutter,

A: dass wir würdig werden der Verheißung Christi.

V: Lasset uns beten. – Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. 
Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

A: Amen

 

Lied:                                                                                                                                                   

1. Nun jauchzt dem Herren, alle Welt /
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt;
kommt mit Frohlocken, säumet nicht /
kommt vor sein heilig Angesicht.

2. Erkennt, dass Gott ist unser Herr, /
der uns erschaffen ihm zur Ehr, /

und nicht wir selbst;
durch Gottes Gnad /
ein jeder Mensch sein Leben hat.

Lesung: Röm 8, 20-23
Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen.
Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Denn wir wissen, dass die gesam
te Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
Der, der die Schöpfung der Vergänglichkeit unterworfen hat,
hat ihr aber auch zugleich Hoffnung gegeben.

Orgel

Das erfragt ich in der Welt als der Wunder größtes,
dass die Erde nicht war, noch oben der Himmel,
noch Baum nicht wuchs, noch Berg nicht war,
noch irgend ein Stern, noch die Sonne nicht schien,
noch der Mond nicht leuchtete, noch die mächtige See.
Als noch kein Wesen war an Enden und Wenden,
da war doch der eine allgütige Gott.

Aus dem Wessobrunner Gebet, um 800

Alle:
Ehe die Berge geboren wurden, die Erde entstand
und das Weltall, bist du, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit
Du lässt die Menschen zurückkehren zum Staub und sprichst:
"Kommt wieder, ihr Menschen!"
Denn tausend Jahre sind für dich wie der Tag,
der gestern vergangen ist, wie eine Wache in der Nacht.
Von Jahr zu Jahr säst du die Menschen aus;
sie gleichen dem sprossenden Gras.
Am Morgen grünt es und blüht,
am Abend wird es geschnitten und welkt.
Unsere Tage zu zählen, lehre uns!
Dann gewinnen wir ein weises Herz.
Herr, wende dich uns doch endlich zu!

Psalm 90


Gott, nie lausche ich auf die Stimme eines Tieres
oder das Rauschen eines Baumes
das Sprudeln von Wasser oder den Sang eines Vogels,
das Brausen des Windes oder das Dröhnen des Donners
ohne zu finden, dass sie deine Einzigkeit bezeugen
und darauf hinweisen, dass es keinen gleich dir gibt,
dass du der Weise bist, der keine Unwissenheit kennt,
der Gerechte, der nicht grausam ist,
der Vertrauenswürdige, der nicht enttäuscht, der nicht lügt.

Aus der islamischen Mystik (Sufismus)

 

3. Wie reich hat uns der Herr bedacht, /
der uns zu seinem Volk gemacht. /
Als guter Hirt ist er bereit, /
zu führen uns auf seine Weid.

4. Die ihr nun wollet bei ihm sein, /
kommt, geht zu seinen Toren ein /
mit Loben durch der Psalmen Klang, /
zu seinem Hause mit Gesang.

 

Gott, der du die Welt und alles in ihr erschaffen hast.
Staunend stehen wir vor der unendlichen Vielfalt deiner Geschöpfe.
Unbegreiflich ist für uns das Geheimnis des Lebens.
Einerseits stehen wir mit großem Respekt vor diesem Geheimnis
andererseits entwickeln wir eine Unzahl an Möglichkeiten zur Vernichtung.
Gib, dass wir das Geschenk unseres Lebens begreifen,
dass wir selbst leben und andere leben lassen.
Lehre uns die Tage, die uns geschenkt sind zu zählen
und lass uns dankbar sein Tag für Tag
und lass uns Schritt für Schritt hinkommen zu unserem Ziel,
zum Ausgangspunkt des Lebens, zu dir.

Segen