Die Glocken des Stiftes Melk

 

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Die Glocken der Melker Stiftskirche sind – ob sie einzeln oder gemeinsam
erklingen – eines der schönsten und harmonischsten Geläute seit dem Jahre
1739. Beinahe wären die Glocken im 2. Weltkrieg eingeschmolzen worden,
um Kriegsgerät daraus zu produzieren, was aber im letzten Moment noch
verhindert werden konnte. Somit können wir uns auch heutzutage noch am
wunderschönen feierlichen Klang dieser Glocken erfreuen.

Nach dem Brand des Stiftes von 1738 schloss Abt Berthold Dietmayr mit dem Wiener Glockengießer Andreas Klein einen Vertrag über das Gießen neuer Glocken. 1739 stellte man die Glockenstühle auf und goss die neuen Glocken.
Die große Glocke ist auch die größte Glocke Niederösterreichs (7.840 kg, Durchmesser 236 cm, Tonlage: f - 2), die Peter-und-Paul-Glocke („Vesperin“), hängt im Nordturm. Sie wird an den Hochfesten des Jahres geläutet und z.B. am Freitag zur Todesstunde Christi (um 15.00 Uhr) oder bei einem Pontifikalamt zur Wandlung.
Im Südturm befinden sich die Dreifaltigkeitsglocke („Angstglocke“) (4.300 kg, Durchmesser 178 cm, Tonlage h +-O), die Sieben-Schmerzen-Glocke („Ave-Maria-Glocke“) (2.450 kg, Durchmesser 152 cm, Tonlage d/1-3), die Kolomaniglocke (1.235 kg, Durchmesser 118 cm, Tonlage f/1+3) und die Benediktiglocke (575 kg, Durchmesser 96 cm, Tonlage a/1+3). Zur Vesper am Vorabend eines Hochfestes und vor dem Pontifikalamt an Hochfesten werden alle Glocken geläutet.
An Sonntagen wird mit der Sieben-Schmerzen-Glocke, der Kolomani- und der Benediktiglocke zum Gottesdienst gerufen.
Eine kleine Chorglocke (170 kg, Durchmesser 65 cm, Tonlage dis/2+2) hängt in einem kleinen Türmchen am Dach der Kirche über dem Hochaltar. Sie wird täglich am Morgen zur Konventmesse geläutet.