MUSIKARCHIV

Kontakt und Anmeldung für Besuche bitte unter:
Benediktinerstift Melk - Musikarchiv
Abt-Berthold-Dietmayr-Straße 1
A-3390 Melk
Tel: +43-(0)2752-555-388

Musikarchivar Mag. Dr. Johannes Prominczel
musikarchiv@stiftmelk.at

 

Während zur Musikausübung im Stift aus der Zeit vor 1700 verhältnismäßig wenig bekannt ist, entfaltete sich vor allem in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein reiches Musikleben.

Zahlreiche Werke gelangten zur Aufführung, keineswegs nur Kirchenmusik im Rahmen der Liturgie, sondern auch etwa Bearbeitungen von Opern für Streichquartett, Oratorien oder kleinere Singspiele im Rahmen von Schüleraufführungen. Die dafür notwendigen Noten wurden zu einem großen Teil aufbewahrt und bilden den Grundstock des Musikarchivs.

Zudem komponierten zahlreiche Melker Benediktiner selbst, unterhielten gute Kontakte zum Wiener Musikleben der Klassik und später des Biedermeier. Sie sammelten häufig auch selbst Musikalien und trugen damit weiter zum Archivbestand bei. Zu nennen sind etwa P. Robert Kimmerling (1737–1799), der bei Joseph Haydn Komposition studierte oder auch Abbé Maximilian Stadler (1748–1833), der mit Mozart bekannt war und später ein gern gesehener Gast in verschiedenen musikalischen Zirkeln des Biedermeier in Wien war. Für die Sammlung besonders interessant ist der Nachlass von P. Robert Stipa (1785–1850), der Kadenzen von Beethovens Handschrift abschrieb und dessen mehrere hundert Kompositionen umfassende Sammlung nahezu vollständig im Musikarchiv erhalten blieb.

Heute umfasst das Musikarchiv des Stiftes rund 10.000 Musikalien, davon rund 4000 Handschriften sowie über 50 Instrumente.